We only get one run at life so might as well have fun on the way. (Geoff James)
June 12, 2008
Wenn einer eine Reise tut...
... dann braucht er/sie erstmal einen gültigen Pass. Um in Kanada aktuell einen neuen Reisepass ausgestellt zu bekommen, muss man laut Angabe des Konsulats derzeit persönlich nach Vancouver reisen, um dort seine Fingerabdrücke scannen zu lassen, und noch ein zweites Mal, um den Pass dann in Empfang zu nehmen. (Es sei denn, man riskiert den Postweg, aber falls das Dokument verloren gehen sollte, geht das ganze nochmal von vorne los). Es ist zwar geplant, die Honorarkonsulate in Edmonton und Calgary bis Ende 2008 mit einem Fingerabdruckscanner auszustatten, damit dann auch dort eine Beantragung von regulären Reisepässen wieder möglich ist, so der Kommentar der zuständigen Dame beim Amt, aber zur Zeit kann in den Honorarkonsulaten nur ein vorläufiger Reisepass, gültig für ein Jahr und nicht gültig für die USA ausgestellt werden. Na gut, wir sehen das mal positiv und planen endlich mal einen Trip nach Vancouver.
Der besondere Blick

Der Stadtkern der Prärietrabantenstadt Calgary ist ja eigentlich eher langweilig und nervt mit seinen unzähligen Strassensperrungen, Baustellen, Rohbauten und Baukränen. Wenn es nach der Künstlerin Verna Vogel (a friend of a friend) geht, kann das aber ruhig so bleiben, denn für sie bedeutet es Inspiration und führt zu solchen Kreationen wie das oben gezeigte "City for Trees", mit $$$$ leider ein wenig ausserhalb unseres Budgets, weswegen wir uns auch mit der (genehmigten) Veröffentlichung dieses Bildes begnügen wollen. Thanks for your magical view on the city, Verna!
June 08, 2008
Hochzeit auf ost-indisch
Wir waren eingeladen auf einem Empfang anlässlich der Hochzeit von Rolands Mitarbeiter Mohammed und seiner Frau Afifah! Beide stammen aus Bangladesch (halb so gross wie Deutschland, aber doppelt so viele Einwohner!), einem grösstenteils muslimischen Land, und so waren wir ein bisschen nervös, ob wir denn der entsprechenden Etikette genügen würden...
Den ersten Fehler machten wir bereits, in dem wir pünktlich um 12 Uhr im Restaurant ankamen. Ausser Rolands Kollegen David und seiner Frau, neben uns die einzigen Weissen, war niemand da! Erst etwa 40 Minuten später trudelten die ersten Gäste ein. Mohammeds Schwiegervater war unter diesen, und freundlicherweise erklärte er uns gleich, dass es Sitte wäre, dass die Männer die Männer begrüssen und die Frauen die Frauen, und dass wir uns deshalb bitte nicht beleidigt fühlen sollten!
Mit etwa einer Stunde Verspätung trafen dann auch Mohammed und seine Frau ein, er im Anzug, sie in einem wunderschönen farbenfrohen Kleid und ungewöhnlichem Gesichtsschmuck. Mittlerweile waren auch die meisten der Gäste (aller Damen in bunten, feierlichen Gewändern) da und die Feier konnte starten. Das Buffet wurde eröffnet, und es wurde viel Wert darauf gelegt, uns die Ehre zu erweisen, die ersten am Buffet zu sein. Wir sind indisches Essen ja gewohnt, aber dieses war wirklich ganz ausgezeichnet. Mohammeds Mutter hatte ein indisches Rinderragout beigesteuert, absolut perfekt gewürzt!
Alles in allem war das eine faszinierende Erfahrung, diese komplett andere Kultur, diese Mixtur aus indisch und muslimisch, mit zu erleben. Wir waren auch beeindruckt, wie freundlich wir empfangen und behandelt wurden, und wie viel Mühe man sich gab, damit wir uns nicht wie Aussenseiter vor kamen. Ein wirklich schöner Nachmittag!
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