August 21, 2019

And the adventure continues. - Und das Abenteuer geht weiter.


It had to be the coldest night ever in August. I woke around 2 a.m. shivering to rainy and foggy conditions. The temperature gauge showed a mere 9°C and due to the high humidity it felt even colder. I donned all layers I had carried along and did a few squats and jumping jacks until I felt ready and warm enough to hit the sack again.

Das war bestimmt die kälteste Nacht, die je im August gemessen wurde. Gegen 2 Uhr wurde ich zähneklappernd wach, es regnete immer noch und war nebelig. Die Temperaturanzeige erzählte mir etwas von 9 Grad, aber dank der hohen Luftfeuchtigkeit fühlte sich das viel kälter an. Ich machte ein paar Kniebeugen und Hampelmänner um wieder auf Betriebstemperatur zu kommen, danach zog ich mir alles an, was der Rucksack hergab und legte mich wieder auf's Ohr.



Around 6 a.m. an alarm clock in form of a fox cry ended the night for me. I broke camp after a frugal breakfast - a power bar washed down with some water had to do - and continued my trek which was leading further uphill towards Drachenfels (dragon cliff). 

Am Morgen gegen 6 Uhr wurde ich dann vom Wecker in Form eines Fuchsschreis geweckt. Nach einem frugalen Frühstück, der Müsliriegel wurde mit Wasser herunter gespült, war ich bereit, meine Wanderung fortzusetzen. Es ging zunächst bergan Richtung Drachenfels.


Halfway up I came across a cog railway and a train station but it was too early in the day for the train to be operated. I passed castle Drachenburg - closed - then a steep detour lead around the Eselsweg (ass trail) which had been closed for public due to some recent geological movement in the rocks.

Auf der Hälfte kam ich an Schienen und der Zwischenstation der Drachenfels Zahnradbahn vorbei. Das Schloss war verschlossen, die Bahn fuhr natürlich um die Uhrzeit noch nicht. Der Eselsweg war wegen kürzlicher Felsenbewegungen gesperrt, es gab aber eine Umleitung, der ich weiter hinauf folgte.


The view from Drachenfels were quite spectacular with the valley still covered in fog, however the constant traffic noises welling up were a bit enerving. I allowed myself a short break and nibbled on a muesli bar.

Der Blick hinunter vom Drachenfels war schon spektakulär, besonders da das Rheintal noch vom Nebel bedeckt war, allerdings waren die ständig herauf wabernden Verkehrsgeräusche etwas nervig. Ich erlaubte mir eine kleine Pause während ich an einem weiteren Müsliriegel knabberte.


The next stretch of the trail was going downhill and the ground was still slippery from the rain. I was glad I didn't try hiking this bit last evening. It might have ended badly. Descending the steep track needed my full attention and both trekking poles for support but I made it downhill without incident.

Der folgende Abschnitt ging steil nach unten und der Boden war immer noch glatt vom Regen. Mann war ich froh, dass ich dieses Teilstück nicht schon gestern abend gelaufen bin. Das hätte böse enden können. Der Abstieg erforderte höchste Konzentration und die Unterstützung beider Trekkingstöcke, aber ich bin ohne (Un-)Fall hinunter gekommen.

Inn / Gaststätte Löwenburg

And then another long ascent with a castle ruin on top awaited, and (much more important) an inn promising breakfast. It was motivation enough to catapult me up the hill in no time and so I managed to arrive before open hours. Bummer! I had to wait another half an hour but I got served a cuppa tea and a rhubarb spritzer and was welcome to use their facilities. Freshened up and presentable I enjoyed some real food for a change (nibble bars don't get me very far...) and packed a snack for the road.

Danach ging es natürlich wieder bergauf, wo es eine (weitere) Burgruine geben sollte. Aber viel wichtiger war die Aussicht auf ein Frühstück in der Löwenburg Gaststätte. Voll motiviert gab ich Gas und kam weit vor der Öffnungszeit oben an, na super. Wenigstens gab es schon Tee und Rhabarberschorle für mich. Auf der Toilette durfte ich mich sogar frisch machen. Nach einem ordentlichen Mahl (Müsliriegel tun es irgendwann nicht mehr...) packte ich noch einen Happen für unterwegs ein und machte mich wieder auf den Weg.


Energized I skipped visiting the ruins and hiked on. You might have guessed it already, downhill again, then upwards, then repeat. Long green tunnels, but no sights of the river Rhine. I was a bit disappointed and took a detour up Himmerich viewpoint, which was not much to write home about.

Ich verzichtete auf den Besuch der Ruinen und wanderte Energie geladen von dannen. Ihr ahnt es schon, der Pfad führte bergab, nur um anschließend wieder bergauf zu gehen. Ein langer grüner Tunnel, wo ich Ausblicke auf den Rhein erwartet hatte. Ein wenig enttäuscht war ich schon, und so machte ich einen Umweg zum Himmerich Aussichtspunkt, das hat sich aber nicht wirklich gelohnt.


Rolling thunder and dark clouds gave a fair warning. I was in for another rain shower, but the frequently positioned shelters helped coping. Eventually I arrived in Unkel, a small town near the bridge of Remagen (critical for the US troops to cross the river Rhine during the last days of WW II).

Zwischendurch hörte ich Donnerrollen, dunkle Wolken warnten vor dem nächsten Schlechtwetter. Machte aber nichts, da die regelmäßig am Wegesrand platzierten Hütten immer wieder Schutz boten. Irgendwann kam ich dann in Unkel an, einem kleinen Ort in der Nähe der Brücke von Remagen, die seinerzeit im 2. Weltkrieg strategisch wichtig für die US Armee war.


Remagen bridge piers

Roland had meanwhile taken over trail management and already booked a room for me since cell phone reception had been pretty poor in the woods. I was looking forward to taking a shower, sleeping in a soft bed and getting my gear dried up again.

Roland hat mal wieder den Trailmanager gespielt und mir zwischenzeitlich ein Zimmer in Unkel organisiert, da ich unterwegs nur marginal Mobilfunkempfang hatte. Ich freute mich auf eine Dusche, ein weiches Bett und darauf, meine Ausrüstung trocknen zu können.


At the river, view to the north / Am Rhein mit Blick nach Norden
At the river, view to the south / Am Rhein mit Blick nach Süden

8 comments:

  1. Spectacular photos Sonja. No wonder you were cold in the night, your shelter looks like it was made from spider gossamer :-) . Is it actually a lightweight tent or a flysheet?

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    1. Thanks Geoff, the shelter is a tarp without doors or bottom and made of light weight material called cuben fibre. It’s supported by a trekking pole and the guy lines.

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    2. Great lightweight setup Sonja! Maybe a warmer rating bag with a silk liner would keep you warm?
      Also, beautiful countryside. ;)

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    3. @Flyboy: A sleeping bag instead of a quilt might be a viable option.

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  2. oh wow, das war ja dann eine kalte Nacht ... selbst fuer meine Verhaeltnisse (wir haben hier um die 5 C morgens im August). Aber wieder schoene Fotos, danke!

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    1. Nicht zu kalt, bloss die falsche Ausrüstung dabei. User Error.

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  3. Allein im Wald, nur mit Tarp und Minimal Ausrüstung. Meine Bewunderung für das Abenteuer steigt und steigt!

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    1. Danke, es ist traumhaft in meinem 1000 Sterne Hotel.

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