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October 17, 2009

Warten auf Godot

... bzw. auf den Dienstleistungsvertrag. Heute vor zwei Wochen erhielt Sonja eine Jobzusage, der geplante Arbeitsbeginn war für kommenden Montag vorgesehen. Gestern bekam sie eine weitere Bestätigung per Email, der es ihr ermöglichen sollte, auch ohne Unterzeichnung des Vertragswerkes schon einmal ihre Arbeit aufnehmen zu können. Heute mittag erfährt sie dann (auf Nachfrage hin), dass es Unstimmigkeiten zwischen den Vertragspartnern gibt, und ihr Arbeitsbeginn erst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben werden muss.

In das Anstellungsverhältnis sind vier Parteien verwickelt:
1. der Auftraggeber S, bei dem Sonja arbeiten soll
2. der Vermittler B, der ihre Leistungen an Auftraggeber S fakturiert
3. die Agentur D, bei der sie als Vertragsangestellter (Contractor) geführt wird, und die wiederum ihre Stunden an Vermittler B in Rechnung stellt
4. Sonja selbst, als selbständige Unternehmerin (sole proprietor), die von Agentur D bezahlt wird.

Alles klar? Nebenbei informierte man sie, dass sie noch ein Business anmelden muss, denn als Contractor ist frau neben einkommensteuer- auch noch mehrwertsteuerpflichtig. Wie einfach war doch das Leben als Angestellte!

Irgendwie stimmt es mich daher auch nicht fröhlicher, dass sie heute morgen noch ein einstündiges Telefoninterview mit einer Recruiterin des wohl weltweit grössten Beratungsunternehmens hatte.

Fine, sure, whatever.

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