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November 10, 2009

Ein Wintermärchen


Der Chinook hat den November auf einstellige Plusgerade erwärmt und den Schnee komplett wegschmelzen lassen. Es ist fünf Uhr nachmittags, die blaue Stunde beginnt mit dem Sonnenuntergang. Die Temperaturen zeigen 1 Grad Plus, gerade noch warm genug um eine kurze Runde 'um den Pudding' zu drehen.


Kälter muss es eigentlich nicht mehr werden, und den Schnee brauchen wir auch nicht wirklich.

Nachdem wir auf die harte Tour feststellen mussten, dass die Karrieremöglichkeiten in Calgary doch eher begrenzt sind, fragen wir uns natürlich, was machen wir hier eigentlich noch? Viele unserer Freunde sind bereits weiter gezogen. Der viel zu kurze Sommer ist schon seit langem wieder vorbei. Leider können wir uns immer noch nicht wirklich für Wintersport begeistern (von dem bisschen Cross-Country mal abgesehen), und das Leben des Average Joe Redneck reizt uns wenig: Wir reiten nicht, wir verabscheuen den Jagd"sport", und Eisangeln langweilt uns zu Tode. Nun, solange wenigstens einer Arbeit hat, bleiben wir Alberta gewogen.

Wie schon in den vergangenen Jahren werden wir die kälteste Zeit des Jahres mit ein paar guten Büchern und heissem Tee vor dem Kamin verbringen, wenn wir nicht gerade dabei sind, neue Koch- oder Backrezepte auszuprobieren. Weiterhin verfügt die Bibliothek über eine hervorragende Auswahl an DVD's, die ebenfalls zu unserer Indoor-Unterhaltung beitragen wird. Dann und wann wird der Chinook die zweistelligen Minustemperaturen verjagen und den Schnee schmelzen lassen, so dass wir immer wieder die Gelegenheit haben werden, kleinere Wanderungen im Kananaskis oder in den Rockies unternehmen können. Das hört sich doch gar nicht so schlecht an, oder?

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