13.9. Eine Insel, keine Berge, aber tiefes weites Meer, keine Tunnels und Geleise und kein Eisenbahnverkehr (dafür eine laaange Brücke). Nun, wie mag die Insel heißen, rings herum ist roter Strand, jeder sollte einmal reisen... nach Prince Edward Island. (frei nach Dolls United)
Nach dem Frühstück geht es gemütlich weiter an der Küste von New Brunswick herunter. Mein erstes Ziel sollte der Kouchibouguac Nationalpark sein. Hier treffe ich dann auf etliche Kilometer von diesem hier:
Auf diese Schlitterpartie hatte ich bei leichtem Nieselregen nun wirklich keine Lust und so machte ich mich weiter auf nach Shediac, der Heimat des Monster-Lobsters.
Seit 25 Jahren steht diese roadside attraction bereits am Visitor Center der Stadt und zieht nach wie vor die Massen an (es gibt sogar extra Busparkplätze).
Unterwegs halte ich hin und wieder an und prüfe, ob mit dem Auspuff alles ok ist und das Gepäck noch sicher sitzt. Und immer wieder halten freundliche Weggenossen an, um zu fragen, ob alles in Ordnung ist. Tolle Menschen, diese Kanadier.
Ein Goldwing-Fahrer stoppt neben mir an der Ampel und fragt, woher und wohin, und ob ich keine Angst hätte, allein zu reisen. Ich beruhige ihn, dass Kanada eins der sichersten Reiseländer ist und solange es Menschen wie ihn und andere gibt, mir bestimmt nichts passieren wird. Er fährt mir einige Kilometer hinterher und als ich abbiege, winkt und hupt er zum Abschied. Nett, diese Kanadier.
Bei Tim's lege ich einen Zwischenstopp an, um die aktuelle Wettervorhersage zu abzufragen. An den Hopewell Rocks soll es morgen regnen, in Charlottetown ist Bewölkung angesagt, aber es soll trocken bleiben. Somit ist klar, ich würde über die Confederation Bridge nach P.E.I. "übersetzen".
| Da muss ich drüber. |
Die 1997 für den Verkehr freigegebene Brücke spannt über 12.88km und gehört zu den längsten Brücken der Welt und nach kanadischem Standard bewertet: die längste Brücke der Welt über komplett vereisendes Gewässer.
| Geschafft! Ganz schön windig ist's da oben. |
In Charlottetown finde ich im historischen Stadtkern ein süßes, nicht zu teures B&B, das Fitzroy Hall, in dem ich mich gern einquartiere. Von hier aus kann ich prima meine Erkundungstour zu Fuß erledigen. Das Bike ist sicher abgestellt und versorgt und ich mache mich stadtfein (Jeans & Pullover).
Letztes Jahr hat Charlottetown sein 250jähriges Jubiläum gefeiert. 1864 fanden hier die Konferenzen statt, die zur Konföderation Kanadas am 1. Juli 1867 führen sollten. Ein echt geschichtsträchtiger Ort also, quasi die Geburtsstätte Kanadas.
Heute am Sonntag ist "tote Hose". Die Geschäfte haben geschlossen (sogar die Souvenirläden, d.h. die Saison ist vorüber...) und es ist wenig Betrieb. Aber das macht nichts, ich will mir ja nur die Füße vertreten.
Zum Abendbrot gibt es Reste vom Vortag, die aufgebraucht werden müssen. Dafür mache ich es mir dann auf der Terrasse am B&B gemütlich. Da es schon dämmrig wird, gibt es diesmal kein Beweisfoto.
Die heutige Etappe:

Iiiieeeh, neee, auf diese Schlitterpartie hätte ich auch keine Lust gehabt ... und Lobster sind immerhin eine Delikatesse :-)
ReplyDeleteIch werde wohl heute mal Lobster probieren gehen...
DeleteOh, die Brücke sieht echt cool aus! Und das B&B - echt total süß! Ach, schön!
ReplyDeleteHätte Dir bestimmt auch gefallen, Minya.
DeleteSchön mit dir mitzureisen Sonja, wenn auch nur virtuell, aber zumindest bleib ich trocken dabei ;-) Find's schon mutig, du so ganz alleine im großen Kanada, aber die Kanadier scheinen ja bestens auf dich aufzupassen. Gute Reise weiterhin und viele schöne Erlebnisse. Bianka
ReplyDeleteDanke schön, Bianka. Ich habe wirklich das Gefühl, dass man irgendwie auf mich acht gibt... und hoffe, dass die Reise auch weiterhin so viel Spaß macht. Bisher muss ich sagen, dass mir PEI bisher von dem, was ich gesehen habe, am allerbesten gefällt. Und die Menschen sind hier noch einmal einen Schlag netter als anderswo.
Deleteder Lobster hat ja was *lach*. Dein B&B sah aber wirklich gemuetlich aus, da koennte man glatt laenger verweilen ...
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