Dazu kommt wieder Geklapper vom Auspuff. Denn diesmal haben sich die Muttern am oberen Einlauf verabschiedet. Wieder einmal suche ich eine Werkstatt auf. Dem Mechaniker drücke ich die Reservemuttern (ich hatte vorher gecheckt, ob die passen), in die Hand und bitte ums Anschrauben, was er auch sofort erledigt. Dafür gibt es auch 5$ für die Kaffeekasse und ich setze Kurs auf Campbellton in New Brunswick.
Und damit neigt sich meine Gaspé Tour leider auch schon dem Ende zu und ich verlasse vorübergehend die Provinz Quebec. Nun bin ich in New Brunswick angekommen, der einzig wahren zweisprachigen Provinz Kanadas.
Campbellton liegt am Restigouche Fluss und ist Lachs-Hauptstadt der Region. Angler aus aller Welt kommen anscheinend hierhin, um sich der Lachs-Fischerei zu widmen.
Von einer Moto-Bloggerin wurde mir ein nettes B&B empfohlen. Als ich dort patschnass und müde ankomme, steht dort nur, dass man eine Mobil-Nummer anrufen soll. Das mache ich auch, aber bekomme nicht mal einen AB dran. Jetzt reicht es mir und die können mich mal... ohne mich.
Auf Tripadvisor ist das hiesige Motel Super 8 ganz gut weg gekommen. Das liegt auch in der Stadt, und im Preis ist Frühstück inbegriffen. Sogar ein Schwimmbad gibt es. Und der Supermarkt ist direkt gegenüber. Passt also!
| Downtown |
Erst einmal 'raus aus den nassen Klamotten. Inzwischen ist das Wasser überall eingedrungen und ich habe Schwimmhäute. Als erstes gibt es eine heiße Dusche und danach gehe ich zum richtig-warm-werden etwas Würziges beim Vietnamesen essen, den mir die Dame an der Touristeninformation empfohlen hatte. Inzwischen hat es auch aufgehört zu regnen. Alles wird gut.
Die J.C. van Horne Brücke im Hintergrund wurde 1961 fertig gestellt und als Gemeinschaftsprojekt zwischen Quebec, New Brunswick und dem Land ausgeführt. Davor gab es nur Fährbetrieb.
250 nasse Kilometer. Heute bin ich mal richtig froh, dass der Fahrtag vorbei ist. Ich glaube, ich brauche noch eine weitere heiße Dusche...
PS: Was mir gerade auffällt: mit dem Übergang nach NB habe ich doch glatt eine Stunde verloren...

Ach je! Hoffentlich wird das mit dem Wetter tatsächlich wieder! Das wär ja zu und zu blöd! *mitfieber*
ReplyDeleteDen Claudia - Svenja Trick mit den Plastiktüten um die Füße und dann in die Stiefel hast Du vermutlich auch beherzigt, oder?
Genau, der alte Bundeswehr-Trick! Normalerweise kaufe ich im Supermarkt mit meinem eigenen Beutel ein, aber für den Regeneinsatz ließ ich mir diesmal alles ein Plastiktüten packen... Frau weiß schon, warum.
DeleteDu liebe Sonja, des Bloggens müde habe ich mich nun doch aufgerafft, das Läppi anzuschaltet und bin endlich deinem Abenteuer gefolgt, obwohl ich - Asche auf mein Haupt - vollmundig angekündigt hatte, wie unglaublich gespannt ich bin. Aber gut, war (und bin) ich ja auch.
ReplyDeleteIch bin tief beeindruckt von deiner Kraft und Ausdauer und von der Leichtigkeit, mit der du dieses Abenteuer meisterst. Was du mal so nebenbei alles erledigst, ist einfach großartig. Nun, dieser Ort gefällt dir nicht, also fährst du weiter, obwohl du noch keine Unterkunft hast und auch keine Notfallbehausung in der Schrankwand mit führst. Du latschst stundenlang bergauf für einen tollen Blick mit Selfie, machst mal eben ein Nickerchen auf einer Bank, ignorierst stundenlang und mutterseelenalleine das Klappern von Betty um dann abends, nach einem langen Tag das Problem noch zu lösen ... usw. ... Chapeau!
Weiterhin viel Spaß und ich bin gespannt, wie es weiter geht. :-)
Da bist Du ja, hatte Dich schon vermisst. Ach, so ein bisschen kanadische Gelassenheit habe ich mir in mein jetziges Leben hinüber gerettet. Irgendwas geht immer... Und die Menschen hier sind sehr hilfsbereit. Kaum ein paar Minuten am Straßenrand (und sei es, um nur in die Karte zu schauen, oder das Navi zu programmieren), und schon wird man gefragt, ob alles in Ordnung sei.
DeleteOb das Auspuff-Thema erledigt ist, wird sich noch zeigen. Ich glaube, das David seine Mechanikerfähigkeiten da etwas überschätzt hat...
ui, das Wetter ist ja ungnaedig ... (und der Auspuff anscheinend auch)
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