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September 09, 2015

Fjord - Loop: Teil 1


7.9. Mein erster richtiger Fahrtag. Sehenswürdigkeiten stehen heute nicht auf dem Programm, aber ich nehme mit, was sich am Wegesrand bietet, wie diese überdachte Brücke von 1934 bei Sacre-Coeur, benannt nach Louis Gravel. Man kann zwar hindurch fahren, aber die Straße führt nur auf einen Schotterweg in eine Sackgasse.


Unterwegs halte ich immer mal an, um die Landschaft zu bestaunen. Obwohl etliche Schilder vor Elchen warnen, habe ich immer noch keinen gesehen. Irgendwie bin ich ganz froh darüber, denn auf einem Motorrad ist Frau doch um einiges verwundbarer.


Während ich die Landschaft an mir vorbei ziehen lasse, denke ich bei mir, genau so habe ich mir das vorgestellt. Einsames Cruisen, Berge, Seen, Flüsse, Gegend halt, sonst nichts. Immer mal gibt die Straße den Blick zum Fjord frei.


In Chicoutimi entdecke ich das Kreuz der Heiligen Anna (irgendwie haben die es hier mit den Heiligen...), welches, so wie ich verstanden habe, für diejenigen errichtet wurde, die den Saguenay Fluss überqueren wollten. Beim großen Feuer von 1870, so heißt es, machte das Feuer vor dem Kreuz halt.

Blick auf Saguenay Stadt und gleichnamigen Fluss

Labour Day in Kanada ist normalerweise ein Feiertag, den man prima zum Einkaufen nutzen kann, nicht jedoch in ländlichen Quebec. Hier war alles bis auf wenige Drogeriemärkte dicht, und dort gab es ausser Süßkram und Chips nichts Essbares zu kaufen. Das muss dieser französische Einfluss sein. Also bin ich bei Tim's eingekehrt, um eine Gemüsesuppe zu Mittag schlürfen.


Nach Betty's Fütterung geht es weiter Richtung Alma. Hier hatte ich das Ende meiner Tagestour angesetzt, aber die Stadt ist mir bei der Durchfahrt so hässlich vorgekommen (der Name ist Programm...), dass ich noch bis Roberval weiter fahre, obwohl es anfängt zu tröpfeln, was nicht im Wetterbericht stand. 


Hier finde ich ein älteres, aber gepflegtes Motel namens Castile vor, welches direkt am Lac Saint-Jean liegt. Nach der üblichen après moto Reinigungsaktion mache ich noch einen Spaziergang durch das Dorf. Alles dicht bis auf ein Restaurant, welches mich gar nicht anmacht, und ein Drogeriemarkt. Ich hole mir Getränke in der Drogerie und greife für den Abend auf meine Vorräte von gestern zurück. Wieder sitze ich dabei am Wasser und genieße den Sonnenuntergang. Wenn das mal nicht zur Gewohnheit wird.


Apropos Gewohnheiten, ich habe diesmal bereits am Abend den Reifendruck und die Kette geprüft. Irgendwie ist mir das morgens zu stressig.

Der Saguenay Fjord Loop

2 comments:

  1. Das ist schon eine reichlich beeindruckende Landschaft!

    Hoffentlich haben die Kanadier nicht noch mehr von diesen etwas überraschenden Feiertagen in Petto.

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    1. Erst wieder im Oktober, dann ist Thanksgiving...

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