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September 24, 2015

Ein versteinerter Garten und "Blumentöpfe"


21.9. Auf Empfehlung der Hausherren des Parrsborro Mansion hin besuche ich das Fossil Centre in Joggins. Früher ging es in diesem Ort eigentlich nur um eins: Kohle. Es gibt Minengänge die bis weit unter die Fundy Bay hinein reichen.


Das ist - wenn auch noch zeitnahe - Vergangenheit, denn erst 2008 wurde ein etwa 15km langer Küstenabschnitt geschützt und zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt, da es sich um eine der bedeutendsten Fundstellen fossiler Pflanzen und Tiere des Karbon-Zeitalters handelt.


Hier läuft man quasi in einem versteinerten Garten herum, in fast jedem banal aussehenden Stück Fels kann man früheres Leben entdecken, und jeder Gezeitenwechsel, sowie Wind und Wetter bringen durch Erosion neue Fossilien zu Tage.


Zunächst schließe ich mich der Führung an, die erklärt, an welchen Merkmalen und Strukturen pflanzliche und tierische Fossilien zu erkennen sind. So geschult, gehe ich dann anschließend allein "auf die Jagd".

Eine versteinerte Baumrinde
Spuren eines Krabbeltieres von erheblichen Dimensionen
Ein Stamm, noch waagerecht im Fels und versteinerte Blätter

Scheibe eines Baumstamms
Blätter
Wurzeln
Blätter
Stamm

Bei aller Neugier und der Nase am Boden, sollte man allerdings aufpassen, dass einen nicht die herein rollende Flut überrascht...


Was für eine faszinierende Welt sich hier einem erschließt. Am Strand herumlaufen und Fossilien spotten. Das könnte ich jeden Tag machen. 


Aber nun heißt es weiter ziehen, denn die Fundy Bay will noch umrundet werden. Auf der gegenüberliegenden Seite warten noch Blumentöpfe auf mich...

Ich fühle mich ganz Top Gun mäßig...

In der Nähe der Hopewell Rocks, eine der Hauptattraktionen New Brunswicks, nehme ich das wohl abgewrackteste Zimmer im gleichnamigen Motel. Macht nix, ist billig und direkt am Park, so dass ich noch am Abend besagte Flower Pots (Blumentöpfe, wie dieses Gesteinsformationen genannt werden) besuchen kann.


Es ist Flut und der Besuch dieses Gezeitenparks geschieht auf eigene Gefahr. Es wird davor gewarnt, diesen besonderen Teil der Fundy Bay bei Hochwasser zu betreten. Natürlich tut man es trotzdem...


Zu faszinierend sind diese Formationen anzusehen. Der Mond ist inzwischen aufgegangen und taucht die skurrile Landschaft in ein eigenartiges Licht. Ich kann mich gar nicht lösen, aber das sollte ich lieber, denn...


... inzwischen hat mir die Flut fast den Weg abgeschnitten. Gut, dass meine Stiefel wasserdicht sind, denn ich muss hier durch das Wasser zurück.


Noch einen letzten Blick zurück. Die untergehende Sonne bringt gerade den gegenüber liegende Küstenstreifen zum Leuchten. Dann wird es Nacht und ich falle zufrieden und satt von den Eindrücken dieses Tages ins (viel zu weiche) Bett.


Die heutige Route:

5 comments:

  1. G**ler Header, g**le Tour. Hammer :-)

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  2. Fossilien haben mich auch schon immer interessiert. Schon lange bevor hippe Dinos die Kinderzimmer eroberten, kannte ich Unmengen an lateinischen Namen von Urzeitieren. Was mich auch immer wieder beeindruckt, ist wenn sich Blätter und eigentlich nicht so sehr feste Materialien verewigt haben.
    Je länger ich Deiner Reise hier folge, desto mehr kann ich mir vorstellen auch einmal eine solche Fahrt zu unternehmen.

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    1. War bei mir genauso, weit vor dem Jurassic Park Hype. Du bist doch schon so reiselustig, Minya. Dann mal los ;-)

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  3. die Steinformationen sind sooo beeindruckend!! und die Abdruecke der Fossilien zu sichten sicher auch sehr beeindruckend. Besonders wenn man dran denkt, wie alt das alles ist.

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